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Software Supply Chain Security

Zenity sichert KI-Agenten: 125 Mio. Series-C-Funding

AI-agent security

Die KI-Agenten werden zunehmend in entscheidenden Arbeitsabläufen eingesetzt – und damit steigt auch der Bedarf an verlässlicher KI-Agenten Sicherheit. Das Berliner? Nein, das israelische Unternehmen Zenity meldet einen großen Schritt in diese Richtung: In einer Series-C-Finanzierungsrunde hat die Firma 125 Millionen US-Dollar aufgenommen. Damit beläuft sich die bisherige Gesamtsumme auf 180 Millionen US-Dollar.

Die Runde wurde von Norwest angeführt. Weitere Investoren beteiligen sich mit Kapital und strategischer Unterstützung, darunter Qumra Capital, der SoftBank Vision Fund 2, Hitachi Ventures sowie LG Technology Ventures. Außerdem kommen mehrere frühere Unterstützer zum Zuge, darunter Vertex Ventures, Third Point Ventures, DTCP und Intel Capital.

Warum KI-Agenten Sicherheit heute ein eigenes Thema ist

Agentische KI-Systeme sollen Aufgaben eigenständig ausführen, Entscheidungen vorbereiten und Aktionen anstoßen. Genau hier liegt der Kern der Herausforderung: Nicht jede Handlung eines Agenten entspricht dem geplanten Zweck. Wenn ein System manipuliert wird oder in einen kompromittierten Zustand gerät, können Aktionen von der vorgesehenen Arbeitsweise abweichen.

Zenity setzt deshalb darauf, die Aktionen von KI-Agenten nicht nur zu beobachten, sondern gezielt zu bewerten. Ziel ist es, problematische Verhaltensmuster früh zu erkennen, bevor sie Schaden anrichten können – etwa durch unautorisierte Schritte, Datenabfluss oder Veränderungen im Systemkontext.

Das Zenity-Ansatzprinzip: Absichern, bevor es kritisch wird

Seit dem Start im Jahr 2021 unterstützt Zenity Organisationen dabei, KI sicher zu übernehmen. Der Fokus liegt dabei auf Absicherung auf Agent-Ebene: Die Plattform soll verstehen, welche Absicht hinter einem Agenten-Schritt steckt, und darauf aufbauend deterministisch entscheiden, was passieren darf.

Praktisch heißt das: Zenity kann zulassen, modifizieren oder blockieren, je nachdem, wie die geplanten Agenten-Aktionen einzuordnen sind. So entsteht eine kontrollierbare Schicht zwischen dem Agenten und seinen tatsächlichen Handlungen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unterscheidung zwischen legitimer Arbeit und abweichendem Verhalten. Dazu zählt Zenity zufolge auch das Erkennen von manipulierter, kompromittierter oder „rogue“ Aktivität. Damit soll verhindert werden, dass schädliche Agentenoperationen unbemerkt in die Umgebung gelangen.

Eine Sicherheitslage für unterschiedliche Agent-Frameworks

Unternehmen nutzen heute verschiedenartige agentische AI-Umgebungen. Zenity positioniert sein Produkt daher als vereinheitlichte Security-Layer für viele gängige Frameworks. Dazu gehören laut Unternehmen unter anderem Copilot, ChatGPT Enterprise, Gemini, Claude Codex und Cursor.

Auch selbst entwickelte oder in Cloud-Umgebungen betriebene Systeme werden adressiert. Zenity nennt hier Beispiele wie Bedrock, AgentCore, Foundry und Vertex AI. Für IT- und Security-Teams kann das relevant sein, weil eine konsistente Sicherheitslogik sonst schnell über viele Einzellösungen hinweg verteilt wird.

Zenity Labs: Schwachstellen finden – inklusive Zero-Click-Szenarien

Über die Plattform hinaus betreibt Zenity Zenity Labs. Dort wird laut Unternehmen gezielt nach Sicherheitslücken in agentischen KI-Plattformen gesucht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Angriffsformen, die sehr leise ablaufen können.

Genannt werden etwa Zero-Click-Angriffe, die unbemerkt darauf abzielen können, KI-Agenten in Unternehmen zu übernehmen. Das kann im weiteren Verlauf zu Datenexfiltration oder zu einer Komplettierung bzw. Beeinträchtigung von Systemen führen – also zu Folgen, die über reine Fehlfunktionen hinausgehen.

Für die KI-Agenten Sicherheit ist diese Herangehensweise besonders wichtig: Denn gerade bei agentischen Systemen entscheidet nicht nur das Modell, sondern auch der Prozess, der die nächste Handlung anstößt.

Wie die neue Finanzierung eingesetzt wird

Zenitys Management ordnet das Funding klar ein: Die neuen Mittel sollen vor allem dazu beitragen, Produktinnovation zu beschleunigen, Zenity Labs weiter auszubauen und die globale Präsenz zu verbreitern.

In der Kommunikation betont die Runde zudem den Timing-Vorteil: Unternehmen würden KI-Agenten zunehmend in kritischen Workflows einsetzen, wodurch eine Sicherheitsstrategie nötig werde, die genau auf diese „neue Realität“ zugeschnitten ist. Das ist weniger eine klassische Absicherung einzelner Anwendungen, sondern eine Sicherheitslogik für kontinuierlich laufende Systeme und Entscheidungen.

Stimmen aus der Runde

Assaf Harel, Partner bei Norwest, hebt in seiner Aussage hervor, dass Unternehmen KI-Agenten rasch in essenzielle Prozesse bringen. Gleichzeitig würden sie eine neue Sicherheitsmethodik brauchen, die auf die sich ständig entwickelnde Situation ausgelegt ist. Er sieht Zenity dabei als frühen Vorreiter, der eine Ende-zu-Ende-Absicherung für KI-Agenten aufbaut.

Harel nennt außerdem eine breite und wachsende Umsetzung bei Kunden: Zenity habe laut Norwest eine „größte und schnell wachsende“ Präsenz erfolgreicher Implementierungen bei Kunden aus dem Fortune-1000-Umfeld. Daraus leitet er ab, dass das Unternehmen in einer guten Position sei, um zum Kategorie-Lead zu werden.

Organisation und Team: Wo Zenity entwickelt und agiert

Zenity ist laut Unternehmensangaben mit über 230 Mitarbeitenden weltweit aktiv. Ein Standort ist in Tel Aviv, wo auch ein sogenanntes „R&R Center“ verortet ist. Zusätzlich laufen das Go-to-Market und die operativen Aktivitäten von New York.

Die geografische Aufstellung ist für viele Security-Tech-Firmen typisch: Entwicklung und Forschung werden häufig an einem Standort gebündelt, während Vertrieb und Operations internationale Kundenanforderungen schneller adressieren können.

Was das Funding für Unternehmen praktisch bedeutet

Für Unternehmen, die agentische KI einsetzen, ist die Finanzierung indirekt ein Signal: Der Markt investiert spürbar in Lösungen, die nicht nur „AI sicher nutzen“, sondern vor allem AI-Agenten in Verhalten und Aktionen absichern. Wenn Security-Entscheidungen deterministisch getroffen werden und sich auf Agent-Intent sowie zulässige bzw. unzulässige Schritte stützen, können Teams leichter definieren, welche Aktionen im Unternehmenskontext erlaubt sind.

Hinzu kommt, dass Sicherheitsforschung wie bei Zenity Labs dazu beitragen kann, bekannte und neue Risiken schneller zu identifizieren – gerade bei Angriffsformen, die schwer zu erkennen sind.

Fazit: Zenity setzt auf KI-Agenten Sicherheit mit skalierbarer Governance

Mit 125 Millionen US-Dollar in der Series C und einer Gesamtsumme von 180 Millionen US-Dollar will Zenity die nächste Phase einläuten: mehr Produktentwicklung, mehr Kapazität bei Zenity Labs und eine stärkere globale Ausrichtung. Im Mittelpunkt steht dabei die KI-Agenten Sicherheit – also die kontrollierbare Absicherung von Agentenhandlungen über verschiedene AI-Frameworks hinweg.

Für die Praxis könnte das bedeuten, dass Unternehmen weniger Zeit mit dem Nachziehen einzelner Lücken verbringen müssen und stattdessen schneller in eine einheitliche Sicherheitslogik für agentische Systeme kommen. Angesichts der zunehmenden Verbreitung solcher Systeme ist das ein Thema, das künftig weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Quelle: https://www.securityweek.com/zenity-raises-125-million-in-series-c-funding/