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Beveiligingsnieuws

TLS & Internetstandards: sicherer für Website und E-Mail

Internet.nl en TLS

Immer mehr niederländische Unternehmen setzen moderne Internetstandards ein, um ihre Online-Angebote robuster zu machen. Das zeigen aktuelle Ergebnisse einer Untersuchung des Statistikamts, die auf dem Tool Internet.nl basiert. Besonders bei Webseiten und E-Mail-Domänen gibt es messbare Verbesserungen. Für Verantwortliche ist das vor allem deshalb spannend, weil die richtigen Standards Sicherheit, Zuverlässigkeit und Zugänglichkeit erhöhen können – und zugleich Angriffe wie Phishing oder das Abgreifen von Daten schwieriger machen.

Im Zentrum steht dabei nicht nur ein einzelnes Werkzeug, sondern ein Zusammenspiel verschiedener Sicherheitsbausteine. Dazu gehören unter anderem HTTPS, DNSSEC sowie E-Mail-Authentifizierungsstandards. Außerdem spielt TLS eine wichtige Rolle: Es sorgt dafür, dass Verbindungen zwischen Servern und Clients geschützt sind – und muss heute so konfiguriert sein, dass sowohl Sicherheit als auch Kompatibilität gewährleistet bleiben.

Wachsende Sicherheitswerte bei Websites und E-Mail

Die Untersuchung zeigt einen klaren Trend nach oben: Die durchschnittliche Bewertung für Websites auf Internet.nl ist von 60,4 % (2020) auf 74,7 % (2026) gestiegen. Bei E-Mail-Domänen ist ebenfalls eine deutliche Entwicklung zu erkennen – hier verbesserte sich der Wert von 58,9 % (2023) auf 73,2 % (2026).

Besonders auffällig ist das Wachstum im Zeitraum zwischen 2025 und 2026. Damals legten Websites um 6,7 Prozentpunkte zu, E-Mail-Domänen sogar um 7,5 Prozentpunkte. Das deutet darauf hin, dass Sicherheitsinitiativen und technische Updates in den letzten Jahren spürbar umgesetzt wurden.

Warum TLS & Internetstandards so viel bewirken

Internetstandards sind mehr als „Technik unter der Haube“. Wenn sie korrekt umgesetzt sind, tragen sie dazu bei, dass das Internet sicherer, zuverlässiger und besser erreichbar wird. Je nach Standard wirken sie an unterschiedlichen Stellen der Kommunikationskette.

Praktisch bedeutet das: Durch saubere Konfiguration können Unternehmen beispielsweise besser gegen Abhören und Manipulation von Daten unterwegs sein. Gleichzeitig erleichtern gut konfigurierte Systeme Sicherheitsforschung und ermöglichen, Schwachstellen auf einer Website schneller zu melden und zu beheben.

Die Untersuchung betont allerdings auch eine wichtige Realität: Viele Organisationen erreichen noch nicht alle erforderlichen Standards. Das heißt, selbst wenn die Werte insgesamt steigen, existiert weiterhin konkretes Verbesserungspotenzial.

Welche Standards Unternehmen besonders gut umsetzen

Beim Erfüllen moderner Standards für Sicherheit, Zuverlässigkeit und Zugänglichkeit zeigt die Auswertung eine besonders gute Entwicklung bei mehreren Bereichen. Besonders häufig korrekt angewendet werden Standards rund um HTTPS für Webseiten sowie DNSSEC. Auch bei der E-Mail-Authentifizierung ist eine Steigerung erkennbar.

Gerade bei E-Mail-Domänen sind Fortschritte relevant, weil viele Angriffe im Alltag über gefälschte Absender laufen. Wenn die Authentifizierung funktioniert, sinkt das Risiko, dass Angreifer E-Mails im Namen einer Organisation verschicken können.

In der Untersuchung werden dafür vor allem Standards genannt, die gegen Phishing und Spoofing helfen:

  • DKIM: Empfängerserver können prüfen, ob eine E-Mail unterwegs verändert wurde.
  • DMARC: Unterstützt dabei, unzulässige Absender authentisch besser zu kennzeichnen und zu verhindern.
  • SPF: Legt fest, welche Mailserver im Namen einer Domain E-Mail versenden dürfen.

Zusätzlich sticht bei den Ergebnissen eine Kategorie heraus: In der Auswertung erzielen Unternehmen die besten Werte bei der Autorisierung für Routing (RPKI). Im Jahr 2026 erfüllen laut Untersuchung mehr als 80 % der Unternehmen diese Standardvorgabe sowohl für Websites als auch für E-Mail-Server.

Kleine Unternehmen holen auf – mit eigenen Stärken

Interessant ist auch der Blick auf Unternehmensgröße und Branchen. Insgesamt sind die Unterschiede in den Endwerten eher begrenzt. Dabei zeigen sich sogar Situationen, in denen kleinere Unternehmen auf einzelnen Teilaspekten besser abschneiden als größere Organisationen.

So unterstützen kleinere Unternehmen relativ häufiger IPv6, also die neuere Version des Internetprotokolls. Große Unternehmen liegen dagegen in der Bewertung häufiger vorne, wenn es um HTTPS und E-Mail-Authentifizierung geht.

Die Untersuchung erklärt diese Unterschiede nicht als Zufall. Ein möglicher Grund: Kleine Unternehmen beauftragen bei der Umsetzung ihrer Infrastruktur möglicherweise häufiger IT-Spezialisten. Dadurch können neuere Standards schneller in die Konfiguration einfließen. Bei mittelgroßen Unternehmen hingegen kann eine bestehende Website oder Infrastruktur bereits früher entwickelt worden sein, sodass bestimmte Standards später nicht konsequent nachgezogen wurden.

Ein weiterer Faktor kann die Organisation der Umsetzung sein: Während kleinere Unternehmen Web- und E-Mail-Anteile häufiger auslagern, betreiben größere Unternehmen ihre Server öfter inhouse. Beides kann Einfluss darauf haben, wie aktualisiert und standardkonform die Systeme sind.

Neue TLS-Richtlinien: Testen Sie, ob Ihre Konfiguration passt

Für den TLS-Teil ist ein Update besonders relevant: Das NCSC veröffentlichte Mitte 2025 eine überarbeitete Version der „ICT-bezogenen Sicherheitsrichtlinien für Transport Layer Security (TLS)”. Diese Richtlinien helfen Organisationen, TLS sicher zu konfigurieren, dabei aber weiterhin die Kompatibilität zu anderen Systemen zu wahren.

Mit Internet.nl können Unternehmen inzwischen auch prüfen, ob die TLS-Konfiguration auf ihren Webservern sowie auf eingehenden Mailservern die aktualisierten Empfehlungen erfüllt. Das ist praktisch, weil der Test den konkreten Status sichtbar macht – statt nur auf Annahmen zu setzen.

So gehen Sie konkret vor

Wenn Sie wissen möchten, wo Ihre Systeme stehen, können Sie mit Internet.nl starten. Geben Sie dafür sowohl den Webseitenbereich als auch den Mail-Server bzw. das Mail-Domain an und betrachten Sie die Ergebnisse.

Erreichen Sie noch keine vollständige Bewertung, lohnt sich der nächste Schritt: Sehen Sie sich die nicht erfüllten Standards an und leiten Sie gezielte Maßnahmen ein. Das kann bedeuten, dass Sie Einstellungen in Ihrer Infrastruktur anpassen oder das Thema mit Ihrem Access-, Hosting- oder Mailprovider besprechen.

Für Fragen steht außerdem die Kontaktadresse von Internet.nl zur Verfügung. Damit können Verantwortliche klären, welche Änderungen sinnvoll sind und wie sie am besten umgesetzt werden.

Begriffe kurz erklärt: Die wichtigsten Bausteine

Damit die Ergebnisse aus dem Test greifbar werden, sind hier die wichtigsten Standards in kompakter Form:

  • HTTPS: Schützt die Verbindung zwischen Website und Besucher. Es verhindert, dass Daten unterwegs abgegriffen oder verändert werden.
  • DNSSEC: Sicherheitsmaßnahme für das DNS. Damit lässt sich prüfen, ob Nutzer tatsächlich zu der richtigen Zieladresse weitergeleitet werden.
  • IPv6: Neuere IP-Version, die mehr Adressen ermöglicht und zukunftssicherer ist als IPv4.
  • DMARC: Unterstützt dabei, das Versenden gefälschter E-Mails im Namen einer Organisation zu erschweren.
  • DKIM: Ermöglicht, dass empfangende Mailserver prüfen, ob eine E-Mail unterwegs verändert wurde.
  • SPF: Legt fest, welche Mailserver im Namen einer Domain E-Mail versenden dürfen.
  • RPKI: Sicherheitsstandard, der hilft, Routing über nicht vertrauenswürdige Netze zu verhindern.

Fazit: Mehr Sicherheit durch TLS & Internetstandards

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt: Unternehmen verbessern sich messbar bei der Nutzung von TLS & Internetstandards. Besonders bei HTTPS, DNSSEC und E-Mail-Authentifizierung sind Fortschritte sichtbar. Gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass noch nicht alle Standards überall vollständig umgesetzt sind.

Wenn Sie Ihre Systeme auf den Prüfstand stellen, können Sie konkrete Lücken identifizieren – und dann gezielt nachziehen. So werden Ihre Website und Ihr E-Mail-Verkehr nicht nur sicherer, sondern auch robuster gegenüber typischen Angriffsmustern und leichter überprüfbar für die Security-Community.

Quelle: https://www.ncsc.nl/nieuws/bedrijven-verbeteren-beveiliging-van-websites-en-e-mail