Das Nationaal Cyber Security Centrum (NCSC) arbeitet gemeinsam mit Partnern daran, ein physisches House of Cyber zu schaffen. Ziel ist eine Umgebung, in der öffentliche und private Akteure nicht nur kooperieren, sondern dafür auch räumlich zusammenkommen. So soll die Zusammenarbeit in der Cybersicherheit in den Niederlanden spürbar gestärkt werden.
Um dieses Vorhaben voranzutreiben, hat das NCSC zum 1. Juli eine neue Programmmanagerin benannt: Dora Horjus. In ihrer Funktion trägt sie die Verantwortung für die strategische und administrative Steuerung ebenso wie für die konkrete Umsetzung der neuen Unterbringung.
Ein gemeinsames Gebäude für Public-Private-Zusammenarbeit
Das geplante House of Cyber soll mehr sein als ein neuer Standort für die Mitarbeitenden des NCSC. Vielmehr entsteht ein Ort, an dem öffentliche Stellen und Unternehmen in der Praxis zusammenarbeiten können – gemeinsam an Maßnahmen und an der Weiterentwicklung der Cybersicherheit.
Das NCSC beschreibt damit eine Entwicklung, die über organisatorische Abstimmung hinausgeht: Cybersicherheit macht nicht an Länder-, Branchen- oder Organisationsgrenzen Halt. Genau deshalb soll ein gemeinsamer physischer Rahmen helfen, Zusammenarbeit, Wissensaufbau und den Austausch relevanter Informationen zu verbessern.
Ein Schritt Richtung Zukunft
Die Bedeutung des Projekts wird auch von der NCSC-Geschäftsführung hervorgehoben. Ein gemeinsames Gebäude wird als wichtiger Schritt für die Zukunft eingeordnet: Dort soll die Kooperation künftig noch stärker im Mittelpunkt stehen, insbesondere dort, wo operativer Informationsaustausch und gemeinsame Expertise den Unterschied machen.
Horjus steuert Strategie, Gremien und die Umsetzung
Als Programmmanagerin steuert Dora Horjus vom NCSC aus sowohl die bestuurlijke en strategische samenwerking (gremiumspolitische und strategische Zusammenarbeit) als auch die huisvesting (Unterbringung). Ihre Aufgabe umfasst damit zwei eng miteinander verknüpfte Bereiche: Zusammenarbeit auf Entscheidungsebene und die praktische Umsetzung in einem neuen gemeinsamen Umfeld.
Die neue Rolle knüpft an ihre bisherigen Tätigkeiten an. In den Jahren zuvor hat sie im Auftrag des Kabinetts sowie der Ministerien Justitie en Veiligheid (JenV) und Economische Zaken en Klimaat (EZK) unter anderem die Zusammenführung von drei Cybersicherheitsorganisationen realisiert. Außerdem leitete sie den organisatorischen Übergang innerhalb der NCSC-Organisation.
Verzahnte Themen: von Struktur bis Standort
Gerade die Kombination aus Organisation, Strategie und konkreter Umsetzung ist für das House of Cyber entscheidend. Denn ein neues Gebäude ist nicht nur eine Frage der Bauplanung, sondern vor allem der Zusammenarbeit: Welche Akteure kommen zusammen? Wie wird Wissen aufgebaut? Wie läuft der Austausch im Alltag?
Mit ihrer bisherigen Erfahrung im Aufbau gemeinsamer Strukturen sieht das NCSC eine gute Grundlage, um die nächsten Schritte verlässlich anzustoßen.
Kooperation wird zur operativen Notwendigkeit
Cybersicherheit ist ein Feld, in dem Zusammenarbeit oft über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Deshalb wird das Projekt auch im Zusammenhang mit den inhaltlichen Anforderungen der Branche eingeordnet: Viele Lösungen lassen sich am besten in öffentlich-privaten Koalitionen entwickeln.
Aus Sicht des NCSC wird das auch durch politische Vorgaben gestützt. Die Zusammenarbeit im Cybersicherheitsbereich wird als dringender denn je beschrieben – und das NCSC möchte diese Zusammenarbeit aktiv gestalten.
Intensiver Austausch zwischen Sicherheits- und Expertenakteuren
Neben der Rolle der öffentlichen Hand werden auch Sicherheits- und Expertorganisationen betont. Der Gedanke hinter dem House of Cyber ist, dass die Zusammenarbeit nicht an formalen Schnittstellen stehen bleibt, sondern im Alltag intensiver werden kann.
Unterbringung bis etwa 2030
Der Aufbau des neuen House of Cyber ist langfristig geplant. Laut NCSC soll das Vorhaben zusammen mit Defensie und weiteren Partnern aus dem nationalen Sicherheits- und Cyberdomaine bis um 2030 bezugsfähig werden.
Für die neue Zusammenarbeit und die künftige Unterbringung ist bereits jetzt eine wichtige Weiche gestellt: Mit Dora Horjus als Programmmanagerin startet das NCSC die koordinierte Umsetzung. Damit soll sichergestellt werden, dass Strategie und Realisierung Schritt für Schritt aufeinander abgestimmt sind.
Sichtbare und wiedererkennbare Arbeitsumgebung
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Ausgestaltung einer sichtbaren und wiedererkennbaren Arbeitsumgebung. Der Hintergrund: In den vergangenen Jahren wurde in den Niederlanden intensiv daran gearbeitet, das Land digital widerstandsfähiger zu machen.
Dabei spielt unter anderem die Cybberbeveiligingswet (Cbw) eine Rolle, die ab dem 15. August umgesetzt werden soll. Das NCSC nimmt zudem eine zentrale Funktion im Cybersecurity-System als Ausführungskoordinator ein.
Mehr Wirkung für Unternehmen und Organisationen
Die geplante Unterbringung soll das NCSC in seiner öffentlichen Aufgabe gegenüber allen relevanten Stellen stärken. In der Kommunikation wird dabei konkret auf die große Zielgruppe Bezug genommen: Rund 2,4 Millionen Unternehmen und Organisationen in den Niederlanden sollen vom erweiterten Engagement des NCSC profitieren.
Gleichzeitig wird erwartet, dass eine feste, gemeinsame Arbeitsumgebung die Abstimmung mit anderen Akteuren im Sicherheits- und Cyberbereich weiter verbessert. Das bedeutet: mehr Nähe zu Expertise, mehr Austausch und potenziell schnellere Koordination.
Was bedeutet das für die nächsten Schritte?
Mit der Benennung von Dora Horjus zum 1. Juli kommt Bewegung in das Projekt. In ihrer Verantwortung laufen die zentralen Fäden zusammen: die inhaltliche und organisatorische Zusammenarbeit auf strategischer Ebene sowie die praktische Umsetzung der künftigen Unterbringung.
Das House of Cyber soll damit schrittweise Realität werden – nicht als isolierter Standort, sondern als Plattform, in der öffentliche und private Partner gemeinsam arbeiten. In einer Mission, die als öffentliche Aufgabe beschrieben wird, geht es um mehr als Verwaltung: Es geht um operativen Informationsaustausch, Wissensaufbau und eine engere Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.
Fazit: Ein physischer Rahmen für stärkere Cyber-Resilienz
Das geplante House of Cyber ist ein klarer Ansatz, Cybersicherheit stärker gemeinsam zu gestalten. Durch die neue Programmmanagerin Dora Horjus bündelt das NCSC die Steuerung von Strategie und Zusammenarbeit sowie die konkrete Umsetzung der neuen Unterbringung.
Wenn das Vorhaben bis etwa 2030 realisiert wird, entsteht ein sichtbarer und wiedererkennbarer Ort, an dem Kooperation im Alltag leichter gelingt. Damit stärkt das NCSC seine öffentliche Rolle und schafft zusätzliche Möglichkeiten für intensiveren Austausch mit Sicherheits- und Expertorganisationen – zum Nutzen für Unternehmen und Organisationen im ganzen Land.
Quelle: https://www.ncsc.nl/nieuws/dora-horjus-programmamanager-house-of-cyber-bij-ncsc
