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Software Supply Chain Security

Mythos 5 Zugang für mehr Defender: Anthropic startet Updates

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Anthropic erweitert den Mythos 5 Zugang für Security-Teams deutlich. Das Unternehmen kombiniert dafür neue Integrationen mit Sicherheits-Workflows, ein aktualisiertes Claude Security-Angebot, einen frischen Fördertopf für Open-Source-Projekte und Pläne, das Cyber Verification Program weiter auszubauen. Ziel ist, Verteidigerinnen und Verteidigern schneller nutzbare Fähigkeiten bereitzustellen – dabei aber den direkten Zugriff auf das Modell selbst stark zu begrenzen.

Die Initiative knüpft an Project Glasswing an, das im April gestartet wurde. Dabei erhielten zunächst wenige Organisationen frühen Zugriff auf Claude Mythos Preview und dessen Nachfolger Mythos 5. Anthropic betont, dass dieser Vorlauf helfen soll, Schwachstellen zu finden und zu beheben, bevor vergleichbare Fähigkeiten breit verfügbar werden oder in falsche Hände geraten.

Warum Anthropic den direkten Modellzugang reduziert

Im Kern geht es um ein Risiko, das Anthropic als besonders kritisch beschreibt: direkter und unbeschränkter Zugriff auf ein Modell. Sobald Nutzerinnen und Nutzer dagegen nur klar definierte Verteidiger-Ausgaben erhalten – zum Beispiel Sicherheitsmeldungen oder Hinweise zur Patch-Umsetzung – sinkt dieses Risiko deutlich.

Genau an diesem Gedanken orientieren sich die aktuellen Änderungen. Anstatt Endnutzerinnen und Endnutzer direkt mit dem Modell interagieren zu lassen, setzt Anthropic auf Schnittstellen, die das Modell im Hintergrund ausführen. Die Ergebnisse bleiben auf einen vorgegebenen Zweck beschränkt.

Mythos 5 Zugang in Security-Tools statt direkte Interaktion

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Integration von Mythos 5 in bereits genutzte Systeme. Anthropic arbeitet dazu mit Cybersecurity-Partnern, um das Modell in Bereiche einzubetten, die in der Praxis ohnehin zum Alltag gehören: Security Operations, Incident Response und Erkennung (Detection).

Besonders relevant ist das für Teams, die in kritischen Umgebungen arbeiten – etwa im Gesundheitswesen, bei Versorgern, in Finanzsystemen oder entlang der Software-Lieferkette. Laut Anthropic sollen die Endnutzerinnen und Endnutzer Mythos 5 nicht direkt bedienen. Stattdessen liefern die speziellen Interfaces nur definierte Outputs zurück, etwa Listen vorgeschlagener Patches.

Damit das Modell innerhalb dieses Rahmens bleibt, sind Missbrauchs-Prüfungen vorgesehen. Die Idee dahinter: Der Nutzen für Defender steigt, ohne dass die Hürde für potenziellen Missbrauch durch direkten Modellzugriff sinkt.

Claude Security: Scans für eigenes Code-Material

Zusätzlich zum Ausbau über Integrationen bringt Anthropic Claude Security weiter voran. Das Angebot befindet sich derzeit öffentlich im Beta-Status für Kundinnen und Kunden von Claude Enterprise. In diesem Kontext führt Claude Security nun Code-Scans auf Basis von Mythos 5 durch.

Die Scans sollen Erkenntnisse nicht nur pauschal ausgeben, sondern jeden Treffer strukturiert darstellen. Pro Finding liefert das System unter anderem eine CWE-Kategorie sowie Angaben zu Konfidenz und Schweregrad und nennt außerdem einen Vorschlag zur Behebung.

Ein wichtiger Punkt: Korrekturen werden nicht automatisch live ausgerollt. Jede Änderung muss weiterhin über Claude Code umgesetzt und zusätzlich von Menschen genehmigt werden, bevor sie in Betrieb gehen. So bleibt der gesamte Prozess kontrolliert.

Anthropic stellt dabei heraus, dass Claude Security gezielt Fähigkeiten bereitstellt, ohne das Modell selbst zu exponieren. Laut dem Unternehmen können Defender damit die Möglichkeiten von Mythos-5-Scans nutzen, ohne dass das Modell in einer Form zugänglich wird, die Missbrauch erleichtern könnte.

35 Millionen für Open Source Defender: Defender Advantage Fund

Neben den technischen Anpassungen startet Anthropic auch eine finanzielle Unterstützung, um Open-Source-Instandhalter besser gegen Sicherheitsrisiken zu wappnen. Dafür legt das Unternehmen den Defender Advantage Fund (0xDAF) auf. Insgesamt stellt Anthropic dafür 35 Millionen US-Dollar in Claude Credits bereit.

Der Fonds baut auf früheren Unterstützungsmaßnahmen auf, darunter 4 Millionen US-Dollar an direkten Spenden sowie weitere Hilfe im Umfeld von Project Glasswing. Zu den genannten Aktivitäten zählen außerdem koordinierte Bestrebungen wie Akrites und Gold Eagle.

Die Fördermittel sollen unter anderem in folgende Bereiche fließen:

  • Patchen aktueller Live-Schwachstellen
  • Aufbau von Scanning- und Patch-Prozessen, die andere Projekte wiederverwenden können
  • Entwicklung von Sicherheitsansätzen, die darauf ausgelegt sind, ganze Klassen von Angriffen abzuwehren

Anthropic startet mit einer kleineren Zahl größerer Pilot-Zuschüsse. Damit will das Unternehmen zunächst gezielt Erfahrungen sammeln und die wirkungsvollsten Ansätze in der Praxis priorisieren.

Cyber Verification Program: weiterer Ausbau für Defender

Ein weiterer Baustein für den erweiterten Mythos 5 Zugang ist das Cyber Verification Program. Das Programm existiert bereits und gewährt geprüften Organisationen reduzierte Schutzmaßnahmen für Claude Opus und Sonnet, allerdings nur für autorisierte Sicherheitsarbeiten.

In den kommenden Wochen soll das Programm erweitert werden. Dabei geht es um breitere Dual-Use-Fähigkeiten auf den genannten Modellen – unter anderem im Bereich Vulnerability Triaging und Validierung. Für darauf aufbauende Zugänge kündigt Anthropic anschließend auch einen Mythos-Klassenzugang an.

Gleichzeitig können sich Security-Teams bereits jetzt anmelden, um von den reduzierten Schutzmaßnahmen für Opus und Sonnet zu profitieren. Weitere Informationen zum breiteren Rollout erwartet das Unternehmen ebenfalls in den nächsten Wochen.

Project Glasswing geht weiter – Fokus auf kritische Infrastruktur

Anthropic setzt auch Project Glasswing fort. Dabei arbeitet das Unternehmen laut eigener Aussage mit Partnern aus dem US-Regierungsumfeld zusammen. Der Fokus liegt auf Organisationen, die kritische Infrastruktur schützen und dabei strenge Sicherheitskontroll-Anforderungen erfüllen.

Auf diese Weise soll der Mythos 5 Zugang nicht nur breiter, sondern auch gezielt in Umgebungen gelangen, in denen Sicherheitsanforderungen besonders hoch sind und die Ergebnisse unmittelbar in der Praxis wirken können.

Fazit: Mehr Nutzen für Defender, mit klaren Schutzgrenzen

Mit der Kombination aus Partner-Integrationen, aktualisierten Claude-Security-Scans, dem 35-Millionen-Fonds für Open Source und der Weiterentwicklung des Cyber Verification Program verfolgt Anthropic ein klares Ziel: Defender sollen schneller und effektiver arbeiten können – ohne dass das Modell selbst für jeden frei zugänglich wird.

So entsteht ein Weg, der in der Sicherheitswelt besonders relevant ist: kontrollierter Zugang zu passenden Outputs, nachvollziehbare Findings mit Einordnung und Mensch-in-the-Loop bei der Umsetzung. Genau diese Balance dürfte für viele Organisationen entscheidend sein, wenn es darum geht, Cyber-Risiken heute zu erkennen und gleichzeitig die Missbrauchsgefahr niedrig zu halten.

Quelle: https://www.securityweek.com/anthropic-expands-mythos-5-access-to-more-defenders-unveils-35m-open-source-fund/