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Beveiligingsnieuws

Chrome- und Firefox-Updates: viele Sicherheitslücken geschlossen

Chrome- und Firefox-Updates stehen wieder ganz oben auf der Prioritätenliste: Sowohl Google als auch Mozilla haben neue Sicherheitspatches angekündigt bzw. veröffentlicht, die gleich mehrere kritische sowie hochriskante Schwachstellen beheben. Für Nutzer bedeutet das vor allem eines: aktualisieren, sobald die neue Version verfügbar ist.

Die aktuellen Releases zielen dabei auf verschiedene Fehlerklassen ab – darunter Speicherfehler, Logikprobleme und Sicherheitsmechanismen, die in ungünstigen Fällen ausgenutzt werden könnten. Im Folgenden finden Sie einen klaren Überblick darüber, was Mozilla und Google konkret gefixt haben und welche Browser-Varianten davon betroffen sind.

Firefox 154: zahlreiche CVEs inklusive kritischer Speicherfehler

Mozilla hat Firefox 154 im stabilen Kanal veröffentlicht. Das Update adressiert insgesamt 58 CVEs (Common Vulnerabilities and Exposures), darunter 20 Schwachstellen mit hoher Schwere. Besonders relevant: Etwa die Hälfte der High-Severity-Fälle betrifft Memory-Safety-Probleme, die sich theoretisch für Codeausführung eignen könnten.

Bei den behobenen hochriskanten Themen nennt Mozilla verschiedene Kategorien. Dazu gehören Use-after-free-Fehler (sechs Stück), Privilege Escalation (sechs), sowie Informationslecks (zwei). Außerdem wurden die Sandbox-Umgehung (ein Fall) und Probleme rund um Site Isolation (ein Fall) geschlossen. Ergänzend gibt es eine Mitigation-Bypass-Schwachstelle (ein Fall).

Zusätzliche intern entdeckte Probleme

Über die öffentlich beschriebenen Punkte hinaus enthält das Update zudem mehrere intern identifizierte Bugs. Diese führen laut Mozilla zu Speicherkorruption und anderen sicherheitsrelevanten Fehlern, die hätten ausgenutzt werden können. Für diese Gruppe wurden insgesamt drei CVEs vergeben.

Auch Thunderbird und Firefox ESR erhalten Patches

Nicht nur Firefox, auch das Mail-Ökosystem bekommt Sicherheitsnachschub. Mozilla kündigte außerdem die Ausrollung von Thunderbird 154 an. Für Thunderbird 154 sind 55 Sicherheitslücken gepatcht.

Darüber hinaus wurden mehrere Firefox-ESR-Versionen sowie entsprechende Thunderbird-ESR-Releases aktualisiert. Dazu gehören Firefox ESR 115.39, Firefox ESR 140.14, Firefox ESR 153.1, sowie Thunderbird 140.14 und Thunderbird 153.1. In Summe geht es jeweils um die Behebung von Dutzenden Sicherheitsproblemen.

Chrome 151: zwei kritische WebGL- und Dawn-Pufferüberläufe

Google hat im gleichen Zeitraum ein neues Chrome-Update auf Version 151 bereitgestellt. Dieses Release behebt 15 Schwachstellen, darunter zwei als kritisch eingestufte Fehler. Laut Google handelt es sich dabei um Buffer-Overflow-Probleme, und zwar im Umfeld von WebGL und Dawn.

Die restlichen 13 Punkte sind als High Severity klassifiziert. Google ordnet sie unter anderem diesen Fehlerbildern zu: unangemessene Implementierung, Link-Following-Probleme, Race Conditions, inkorrekte Referenzauflösung, Use-after-free, Verwendung uninitialisierter Ressourcen, weitere Buffer-Overflow-Fälle, fehlerhafte Berechnungen, Informationslecks sowie Type Confusion.

Wer hat die Lücken gefunden?

Google gibt an, dass 11 der Sicherheitslücken intern entdeckt wurden. Die übrigen vier seien von externen Forschern gefunden und gemeldet worden. Gleichzeitig macht Google keine Angaben dazu, in welcher Höhe Bug-Bounty-Zahlungen zu erwarten sind.

Update-Status: welche Versionsnummern gerade ausgerollt werden

Für Chrome nennt Google konkrete Rollout-Stand: Das Update verteilt sich derzeit für Windows und macOS als 151.0.7922.169/.170 und für Linux als 151.0.7922.169. Bei Nutzern bedeutet das häufig: Je nach System und Timing kann die neue Version erst nach und nach sichtbar werden.

Bei Firefox gilt entsprechend: Mit Erscheinen der stabilen Version ist das Update im Browser selbst oder über das jeweilige Betriebssystem-Update- oder Paketmanagement verfügbar. Besonders wichtig ist, dass auch ESR-Setups (etwa in Unternehmen oder bei langfristig gepflegten Umgebungen) zügig mitgezogen werden.

Warum solche Updates so wichtig sind

Sicherheitslücken in Browsern sind immer kritisch, weil Angreifer typischerweise über Webinhalte oder manipulierte Inhalte im Browser-Kontext agieren. Die aktuellen Meldungen zeigen zudem, dass mehrere Fehlerklassen zusammenkommen: von Speicherproblemen (die je nach Kontext zu gefährlichen Folgen führen können) bis hin zu Schwächen in Komponenten wie Rendering-Engines oder Sicherheitsisolierungen.

Gerade die genannten Memory-Safety-Themen bei Firefox sowie die Buffer-Overflow-Fälle in WebGL und Dawn bei Chrome unterstreichen, warum regelmäßige Updates nicht nur “nice to have”, sondern essenziell sind.

So gehen Sie jetzt am besten vor

Damit Sie von den Chrome- und Firefox-Updates sofort profitieren, empfiehlt sich ein kurzer, praktischer Check:

  • Browser öffnen und nach dem Update-Status suchen (im Einstellungsbereich oder über die Versionsanzeige).
  • Firefox ESR-Umgebungen gesondert prüfen, falls Sie in Unternehmen oder für spezielle Use Cases ältere Release-Zyklen nutzen.
  • Thunderbird mitaktualisieren, wenn Sie die Mail-Anwendung ebenfalls im Einsatz haben.
  • Automatische Updates aktivieren oder zentral verwalten, damit Rollouts nicht “hängen bleiben”.

Wenn Sie in einer gemanagten IT-Landschaft arbeiten, stimmen Sie die Freigabe der neuen Versionen mit Ihrer Patch-Policy ab. So vermeiden Sie Sicherheitsrisiken, ohne Betriebsabläufe unnötig zu stören.

Fazit: Chrome- und Firefox-Updates schließen viele Lücken

Die aktuellen Chrome- und Firefox-Updates liefern umfangreiche Sicherheitskorrekturen. Firefox 154 behebt 58 CVEs, darunter zahlreiche High-Severity-Fälle mit Fokus auf Memory-Safety und mehrere Use-after-free- und Privilege-Eskalationsprobleme. Google schließt mit Chrome 151 insgesamt 15 Schwachstellen, einschließlich kritischer Buffer-Overflows in WebGL und Dawn.

Wer die Sicherheit seiner Browserumgebung ernst nimmt, sollte die neuen Versionen zeitnah installieren – insbesondere, wenn Sie auch Thunderbird sowie Firefox ESR einsetzen. So reduzieren Sie das Risiko, dass bekannte Schwachstellen in der Zwischenzeit zum Ziel werden.

Quelle: https://www.securityweek.com/chrome-firefox-updates-patch-dozens-of-vulnerabilities/