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Software Supply Chain Security

Mindgard sichert KI-Systeme mit 30 Mio. Euro

AI-beveiliging platform

Das Startup Mindgard hat eine Series-A-Finanzierung über 30 Millionen Euro angekündigt. Mit dieser Runde liegt das insgesamt eingesammelte Kapital des Unternehmens nun bei fast 42 Millionen Euro. Mindgard positioniert sich dabei klar im Feld der Mindgard KI-Sicherheit: Automatisiertes Testen, systematisches Finden von Schwachstellen und ein Schutzansatz, der Angriffe in Echtzeit abwehren soll.

Die Investitionsrunde wurde laut Unternehmen von Album VC angeführt. Weitere Unterstützer sind Karma Ventures sowie bestehende Investoren wie .406 Ventures, Atlantic Bridge, IQ Capital und Lakestar.

Warum KI-Sicherheit heute anders gedacht werden muss

Mindgard begründet seinen Ansatz damit, dass KI-Systeme eine neue Art von Angriffsfläche schaffen. Wer KI absichert, muss laut dem Unternehmen grundlegend anders vorgehen als bei klassischen IT-Umgebungen.

Der Grund: KI-Agenten, Modelle und Anwendungen bringen eigene Risiko-Profile mit. Dazu zählen nicht nur technische Schwachstellen, sondern auch Angriffsstrategien, die das Verhalten und die Interaktion solcher Systeme ausnutzen können. Mindgard beschreibt die relevante Angriffsoberfläche als psycho-technische Attack-Surface.

Automatisiertes Red-Teaming als Kern der Mindgard KI-Sicherheit

Mindgard versteht sich als Red-Teamer, der dabei hilft, mögliche Exploits aufzuspüren, Risiken einzuschätzen und Schutzmaßnahmen zu definieren. Die Plattform soll dabei eine vollständige Abbildung der Attack-Surface erstellen, laufend analysieren und anschließend Runtime-Schutz liefern, um Angriffe unmittelbar zu stoppen.

Damit zielt Mindgard nicht nur auf die reine Identifikation von Schwachstellen ab. Der Ansatz ist darauf ausgelegt, Sicherheitswissen in operative Fähigkeiten für Organisationen zu übersetzen. Das Unternehmen formuliert den Anspruch, Angriffe nicht lediglich zu automatisieren, sondern Expertise so bereitzustellen, dass sie im Unternehmensalltag wirksam wird.

Was die Plattform konkret leisten soll

Die wesentlichen Bausteine der Lösung lassen sich aus den Unternehmensangaben wie folgt zusammenfassen:

  • Erfassen und ausnutzen der psycho-technischen Angriffsoberfläche in KI-Agenten, Modellen und KI-Anwendungen
  • Mapping der gesamten Attack-Surface, damit Sicherheitsprüfungen nicht ins Leere laufen
  • Kontinuierliche Analyse, um Veränderungen in der Zielumgebung schneller zu erkennen
  • Laufzeitschutz, der Angriffe während der Ausführung blockieren soll

Dieses Zusammenspiel aus Test, Bewertung und Schutz soll Organisationen dabei unterstützen, KI-Risiken systematisch zu managen. Gerade weil KI-Umgebungen häufig dynamisch sind, ist der Fokus auf kontinuierliche Auswertung ein zentraler Teil der Mindgard KI-Sicherheit.

Bereits viele Schwachstellen gefunden

Ein entscheidender Punkt für die Wirkung des Ansatzes sind die bisherigen Ergebnisse. Mindgard gibt an, mehr als 150 Schwachstellen in gängigen KI-Produkten identifiziert zu haben.

Dabei nennt das Unternehmen mehrere Beispiele, die die Bandbreite der Probleme verdeutlichen:

  • Eine Zero-Day-Code-Execution-Lücke im Cursor IDE
  • Sicherheitsmängel in Google Antigravity
  • Security-Defizite in ChatGPT

Solche Erkenntnisse unterstreichen aus Sicht des Unternehmens, dass KI-Systeme ein aktives Sicherheitsinteresse benötigen. Gleichzeitig zeigt es, wie wichtig laut Mindgard ein strukturierter Red-Teaming-Mechanismus ist, der nicht nur oberflächlich testet, sondern die relevanten Angriffsflächen umfassend betrachtet.

Wofür Mindgard das frische Kapital nutzt

Die neuen Mittel sollen vor allem dafür eingesetzt werden, die Plattform und das Team weiter zu skalieren. Mindgard nennt als Ziele den Ausbau von Produkt, Engineering, Sales und Marketing.

Außerdem möchte das Unternehmen deployments beschleunigen. Dabei nennt Mindgard konkrete Branchen, in denen KI-Systeme zunehmend eingesetzt werden:

  • Finanzdienstleistungen
  • Digitale Dienste
  • Gaming
  • Gesundheitswesen
  • Pharmazeutika
  • Halbleiter

Diese Ausrichtung zeigt: Mindgard KI-Sicherheit zielt nicht nur auf Forschungsumgebungen, sondern auf Organisationen, die KI produktiv betreiben und deshalb eine robuste Sicherheitsstrategie benötigen.

Ein CEO-Zitat zur neuen Angriffsoberfläche

Der CEO von Mindgard, James Brear, betont, dass KI eine völlig neue Angriffsfläche schafft. Organisationen müssten daher einen „grundlegend anderen Ansatz“ entwickeln, um KI-Systeme effektiv zu schützen.

Darüber hinaus stellt Brear klar, dass Mindgard nicht einfach nur Angriffe automatisiert. Der Ansatz sei darauf ausgerichtet, Know-how operational nutzbar zu machen: Wissen führender AI-Security-Forscher und offensiver Sicherheitspraktiker soll in Fähigkeiten übersetzt werden, die Unternehmen brauchen, um ihre KI-Landschaft zu sichern.

Einzuordnen: Was die Runde für den KI-Sicherheitsmarkt bedeutet

Die Finanzierung ist auch deshalb bemerkenswert, weil sie zeigt, wie stark die Nachfrage nach KI-spezifischer Absicherung wächst. Klassische Sicherheitskonzepte reichen in vielen Fällen nicht aus, wenn Risiken aus der Interaktion zwischen KI-Modellen, Agenten und Anwendungen entstehen.

Mindgard setzt hier auf einen kombinierten Ansatz: erst Schwachstellen finden und Risiken bewerten, dann Laufzeitschutz bereitstellen. Für Unternehmen kann das attraktiv sein, weil es das Sicherheitsprogramm von isolierten Penetrationstests weg hin zu einem kontinuierlicheren Prozess verschiebt.

Natürlich hängt der Erfolg jeder Sicherheitslösung auch davon ab, wie gut sie in bestehende Prozesse passt. Mindgard kündigt jedoch explizit eine Skalierung seiner Teams und eine schnellere Einführung in weiteren Branchen an.

Fazit

Mit der Series-A-Finanzierung über 30 Millionen Euro baut Mindgard seine Position im Bereich Mindgard KI-Sicherheit weiter aus. Die Plattform verbindet automatisiertes Red-Teaming mit kontinuierlicher Analyse und einem Schutzansatz, der Angriffe in der Laufzeit abwehren soll.

Da Mindgard bereits nach eigenen Angaben über 150 Schwachstellen in bekannten KI-Produkten entdeckt hat, richtet sich der Fokus nun konsequent auf Wachstum: Produkt, Engineering, Vertrieb und Marketing sollen skaliert werden, um noch mehr Organisationen in unterschiedlichen Branchen beim sicheren Betrieb von KI zu unterstützen.

Quelle: https://www.securityweek.com/mindgard-raises-30-million-to-protect-ai-systems/